Elternseminar zur Studienwahl

Wie schön, dass Sie an unserem Elternseminar zur Studienwahl mit unserer Studienberaterin Petra Ruthven-Murray  teilgenommen haben. Wir freuen uns sehr, dass Sie sich die Zeit nehmen, Ihr Kind bei diesem wichtigen Meilenstein so aktiv zu begleiten. 

planZ Studienberatung Eignungsdiagnostik. Portrait von Petra Ruthven-Murray

Mit den folgenden Links und Tipps möchte ich Sie auch weiterhin auf dem Weg zur Studien- und Berufswahl Ihres Kindes unterstützen. 

Das Wichtigste zur Studien- und Berufswahl:

1. Werden Sie zum Begleiter, nicht zum Berater. In der Studien- und Berufswahl geht es darum, dass Ihr Kind eine eigene, fundierte Entscheidung trifft. Sehen Sie sich weniger als Ratgeber, sondern als Begleiter auf Augenhöhe. Ungefragte Ratschläge bewirken oft das Gegenteil und blockieren den eigenen Entscheidungsprozess Ihres Kindes.

2. Geben Sie dem Prozess einen festen Rahmen: Studien- und Berufswahl ist ein Lernprozess, der Zeit braucht. Ein wöchentlicher „Jour Fixe“ – eine feste Stunde für ein vorab vereinbartes Thema – schafft Struktur, ohne dass das Thema den ganzen Familienalltag bestimmt. Halten Sie Ergebnisse und nächste Schritte schriftlich fest: Wer macht was bis wann?

3. Schauen Sie auf alle drei Säulen der Studienwahl Eine gute Studien- und Berufswahl ruht auf drei Säulen:

  • Persönliche Begabungen und Stärken – Bei welchen Tätigkeiten erbringt mein Kind gute Leistungen?
  • Persönliche Eigenschaften und Umgebung – In welchem Umfeld fühlt sich mein Kind wohl?
  • Interessen und der Wert von Tätigkeiten – Worin sieht mein Kind Sinn?

Wenn Sie mit Ihrem Kind ins Gespräch kommen, helfen diese drei Fragen, über die reine „Was will ich werden?“-Frage hinauszukommen.

4. Der Hochschultyp ist genauso wichtig wie das Fach Universität, Fachhochschule/HAW oder künstlerische Hochschule – jeder Hochschultyp hat ein eigenes Profil. Universitäten setzen auf Forschung, Theorie und ein hohes Maß an Selbstorganisation; Fachhochschulen/HAW sind praxisnäher, mit kleineren Gruppen und festerem Stundenplan. Wer weiß, in welchem Lernumfeld sich das eigene Kind wohlfühlt, kann die Hochschulsuche gezielter angehen.

5. Das duale Studium nicht vergessen: Neben dem klassischen Präsenzstudium lohnt ein Blick auf duale Studiengänge: praxisintegrierend (Studium mit durchgehenden Praxisphasen im Unternehmen) oder ausbildungsintegrierend (Studium parallel zu einer klassischen Berufsausbildung). Für praktisch orientierte Kinder, die früh eigenes Geld verdienen und direkt Berufserfahrung sammeln möchten, ist das oft eine attraktive Alternative zum klassischen Studium.

6. Studieren „ausprobieren“, bevor man sich entscheidet! Orientierungsstudiengänge wie MINTgrün (TU Berlin), UPgrade (Uni Potsdam), College+ (BTU Cottbus) oder das Orientierungsjahr O ja! (HTW/IHK Berlin) erlauben es, verschiedene Fächer auszuprobieren – erbrachte Leistungen lassen sich oft auf das spätere Wunschstudium anrechnen. So muss sich Ihr Kind nicht von Anfang an festlegen.

7. Bewerbungsfristen und -verfahren früh im Blick behalten: Je nach Studiengang gelten unterschiedliche Regeln: Bei zulassungsfreien Studiengängen reicht die Immatrikulation, bei zulassungsbeschränkten Fächern läuft die Bewerbung meist über die Hochschule selbst oder über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) mit bis zu zwölf Prioritäten. Medizin und Pharmazie laufen zusätzlich über Hochschulstart. Ein Blick auf die Fristen lohnt sich frühzeitig – am besten schon ein Jahr vor dem geplanten Studienstart.

 
 
 

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Tipps zur Hochschul-/Uni-Recherche:


Bitte nicht vergessen: Ist ein spannender Studiengang gefunden im Modulhandbuch des Studiengangs Inhalte, Prüfungsformate und Lernziele nachlesen. 

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Linktipps zum Freiwilligendienst

Auch ein Freiwilligendienst kann eine sinnvolle Brücke zwischen Schule und Studium sein – zur Orientierung, für mehr Praxiserfahrung oder einfach, um noch nicht alles festlegen zu müssen.

  • Jugendfreiwilligendienste.de – zentrale Infoseite des Bundes zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD), inklusive Trägerübersicht
  • Bundesfreiwilligendienst (BAFzA) – offizielle Anlaufstelle für den Bundesfreiwilligendienst (BFD), der – anders als FSJ/FÖJ – auch jenseits der 26 offensteht
  • FSJ-Überblick der Bundesagentur für Arbeit – guter erster Überblick samt FAQ, u. a. zu Taschengeld, Versicherung und Anrechnung als Wartesemester
  • weltwärts – entwicklungspolitischer Freiwilligendienst im Ausland (Afrika, Asien, Lateinamerika), gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
  • Europäisches Solidaritätskorps – EU-geförderter Freiwilligendienst für 18- bis 30-Jährige in europäischen Projekten, Registrierung über das European Youth Portal

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Orientierungsstudium in und um Berlin

In den Orientierungsstudiengängen können junge Leute verschiedene Fächer belegen, das Studium quasi ausprobieren und sich dort erbrachte Studienleistungen dann ggf. auch auf das Wunschstudium anrechnen.

Der Orientierungs-Check als Start in die Orientierungsphase 

Für den schnellen Start in die Orientierung biete ich Ihrem Kind meinen Orientierungs-Check an. In rund 120 Minuten finden wir mit dem Holland-Modell (AIST-Test) heraus, wo die Reise hingeht. Das kostet Sie einmalig 250 €. Der AIST ist einer der weltweit am besten untersuchten Tests zur Messung schulisch-beruflicher Interessen. Das Modell haben Sie im Elternseminar kennengelernt. 

​Sollten Sie danach merken, dass Sie die komplette Begleitung durch den gesamten Dschungel der Unis und Bewerbungen wünschen, ziehe ich Ihnen diese 250 € beim großen Paket (eignungsdiagnostische Studienberatung) einfach ab. Sie gehen also kein Risiko ein.

TMS Vorbereitung – junger Mann grübelt vor einer Scheibe an der Post-Its hängen und Notizen geschrieben stehen.