Vom Studienabbrecher zum Studienwechsler!


Ein Studium abzubrechen ist nicht schlimm. Es ist eine mutige Entscheidung, wenn man sich traut etwas im Leben zu verändern. Der Studienabbruch ist auch eine sehr wichtige Chance, einen Berufsweg einzuschlagen, mit dem man glücklich werden kann. Aus Fehlern lernt man – zumindest wenn es gelingt den Fehler zu finden und zu korrigieren!

Wer sich in der Situation befindet das Studium abzubrechen, muss viel Stress aushalten: Zukunftsängste, besorgte Freunde und Familie, viele Formalitäten oder mögliche Veränderungen im sozialen Umfeld sind nur einige Faktoren, die so eine Situation mit sich bringen kann. Jeder Punkt einzeln gesehen ist anstrengend genug – der Studienabbrecher hat alle auf einmal. Es ist also eine echte Herausforderung, hier die Kontrolle zu behalten und einen guten Kurs zu finden und einzuschlagen.

Wer sein Studium abbricht, befindet sich übrigens in guter Gesellschaft. Viele erfolgreiche Menschen haben ihr Studium abgebrochen: Roland Emmerich (Regisseur), Steve Jobs (Mitgründer Apple), Wolfgang Joop (Designer), Ulrich Meyer (TV-Moderator) oder Volker Beck (MdB) um nur ein paar zu nennen. Natürlich haben einige der erfolgreichen Studienabbrecher ihr Studium abgebrochen, weil sie während der Studienzeit bereits beruflich so erfolgreich waren, dass ein Studium nicht mehr notwendig war. Es gibt aber auch genügend Beispiele von erfolgreichen Menschen, die das Studium aus anderen Gründen ohne Abschluss verließen. Insgesamt liegt die Abbrecherzahl bei ungefähr 25% der Studienanfänger.

 

Keine Lust mehr aufs Studium?Um aus einer solchen Lebenssituation einen guten Weg zu finden, habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, die helfen sollen aus einem Studienabbruch eine Neuorientierung zu machen:

  1. Verantwortung übernehmen und entscheiden

Es ist möglicherweise kein einfacher Schritt, dies für sich anzunehmen. Die Verantwortung für den Studienabbruch muss man aber schon übernehmen. Wer die Ursachen bei anderen sucht, findet für sich keine Lösung des Problems. Und es ist wichtig Entscheidungen zu treffen. Wer mit dem Gedanken spielt, das Studium abzubrechen, sollte diese Entscheidung überlegt aber zügig treffen.

  1. Rahmenbedingungen klären

Es gibt viele Konsequenzen, die so ein Studienabbruch mit sich bringt. Das geht über finanzielle Aspekte wie BAFöG, Kindergeld, Krankenkassenmitgliedschaft, Stipendien, Studentenjobs, Verträge mit Konditionen für Studierende bis hin zu Fragen, die das Studium und die Prüfungsordnung betreffen: Gibt es rechtliche Regelungen, die ein nachfolgendes Studium beeinträchtigen können. Gerade in solchen Fragen ist frühzeitiges Einholen von sachkundiger Beratung sehr wichtig, um den Überblick zu behalten und die Situation positiv zu lösen.

  1. Rat und Hilfe holen

Mit Freunden und Familie sprechen lohnt sich. Das Umfeld kann einen nicht nur in der Krise, sondern auch bei der Lösung von Problemen unterstützen. Wer sich auch den kritischen Fragen stellt, kann vielleicht gute Denkanstöße bekommen und so eine passende Richtung finden. Bei der Lösungssuche ist die psychologische Beratung der Hochschule eine kompetente und kostenlose Anlaufstelle.

  1. Gründe finden

Ein Studienabbruch hat seine Ursachen. Vor der Frage, weshalb es zu einem Studienabbruch kommt steht jedoch die Frage, weswegen das Studium seinerzeit gewählt wurde. Warum gelten diese Gründe jetzt nicht mehr.

Gründe für den Abbruch kann es viele geben. Die häufigsten sind:

  • Leistungs- und Motivationsprobleme
  • Fehlende Identifikation mit Studienfach und Beruf
  • Rahmenbedingungen an der Hochschule passen nicht
  • Nicht richtig im Studium angekommen
  1. Einen Plan für die Zukunft entwickeln

Auch wenn es keine angenehme Vorstellung ist: Ist das Studium bereits zu mehr als zwei Dritteln absolviert, sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden, das Studium dennoch zu beenden. Ein abgeschlossenes Studium ist immer etwas Wert und oftmals kann eine berufliche Neuorientierung auch mit einem Studienabschluss erfolgen. Denn auch wenn es nicht leicht fällt ein ungeliebtes Studium zu beenden – es ist nicht unbedingt leichter ein neues Studium von neuem zu beginnen.

Wer endgültig mit seinem Studiengang gebrochen hat, hat eine völlige Neuorientierung vor sich. Hierbei ist es sehr hilfreich sich Hilfe zu holen. Hier ist die psychologische Beratung der Hochschule die erste Anlaufstelle. Auch die Studienberatung der Arbeitsagentur hilft kostenlos weiter. So gut die kostenlosen Angebote sind, sie haben einen Nachteil: Nicht jeder kann in dem Umfang begleitet werden, wie es notwendig ist. Wer intensivere Unterstützung benötigt, findet diese bei einer privaten Studienberatung wie planZ. Hier können die erfahrenen Berater sich vollends der Aufgaben widmen, jemanden bei seiner beruflichen Neuorientierung bis zum Ziel zu begleiten. Leider kann diese Hilfestellung nicht kostenlos angeboten werden.

Wenn es zum Studienabbruch kommt, ist ein Praktikum oftmals eine willkommene Abwechslung zum Studienfrust und kann bei der Neuorientierung sehr gut helfen. Mit etwas Abstand sehen manche Probleme gar nicht mehr so schlimm aus.

  1. Wie geht es jetzt weiter? Nach dem Studienabbruch ist es wichtig weiter zu machen. Das muss nicht unbedingt mit einem Studium sein. Es gibt auch andere Möglichkeiten hier weiter zu kommen.
  • Ein neues Studium beginnen: Das wäre natürlich der Idealweg. Wer sein Studium abbricht, kann diese Chance zur Neuorientierung nutzen und in einem anderen Studienfach richtig aufblühen.
  • Das Studium woanders beenden: Fehlen nur wenige Prüfungsleistungen, kann es durchaus Sinn ergeben, das Studium an einem anderen Standort zu beenden.
  • In einen Beruf einsteigen: Mit einer Traineestelle oder einem Praktikum kann erstmal in einen Beruf hineingeschnuppert werden. Vielleicht gelingt es ja, sich dort zu etablieren.
  • Ins Ausland gehen: So kann man Abstand gewinnen und neue Perspektiven entwickeln. Im Lebenslauf sieht ein Auslandsaufenthalt eigentlich immer gut aus.
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