Über Umwege zum Traumstudiengang? 1


Liebe PlanZ Studienberater,

mein Traumstudiengang ist Sonderpädagogik. Ich habe auch schon ein Praktikum an einer Förderschule gemacht, leider wird das an vielen Unis garnicht abgefragt.
Mein Abitur ist nicht so gut (3,3) und ich habe nun schon einige Absagen erhalten, einige sind noch offen. Trotzdem möchte ich mich gern schon nach Alternativen umsehen. Kann ich vielleicht Pädagogik nc-frei anfangen zu studieren und mir dann Scheine anrechnen lassen oder ist dies Unfug weil Sonderpädagogik ja Lehramt ist?

Wäre ein Fernstudium eine Option? Ich hab mich deutschlandweit für alle Sonderpädagogik Studiengänge beworben, bringt einklagen etwas?
Ich freue mich über eine Antwort 🙂
Lg Paula

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Ein Gedanke zu “Über Umwege zum Traumstudiengang?

  • petra.murray

    Liebe Paula,

    vielen Dank für Ihre Nachricht! Grundsätzlich ist es schon möglich, sich Studienleistungen aus pädagogischen / erziehungswissenschaftlichen Studiengängen ohne Lehramtsoption auf ein Lehramtsstudium der Sonderpädagogik anrechnen zu lassen und sich so für einen Quereinstieg ins höhere Fachsemester zu qualifizieren. Schließlich müssen sowohl Lehramtsanwärter als auch Erziehungswissenschaftler grundlegende Bildungs- und Erziehungstheorien, Sozialisationstheorien und psychologische Grundlagen kennen und systematisch einordnen können.

    Inwieweit dies im Einzelfall möglich ist, können Sie herausfinden, in dem Sie den Studienplan und die Modulhandbücher der jeweiligen Studiengänge miteinander abgleichen. Bitte beachten Sie dabei auch, dass die erziehungswissenschaftlichen Lehrstühle der einzelnen Unis unterschiedliche Schwerpunkte anbieten und Lehrerbildung darüber hinaus Ländersache ist und in allen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt wird. Kurzum: Ein Quereinstieg ist sicherlich möglich, aber mit viel organisatorischem Aufwand verbunden. Und natürlich sammeln Sie keine weiteren Wartesemester, wenn Sie sich immatrikulieren.

    Ich denke, dass in Ihrem Falle vermutlich am besten ist, ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren, das an den meisten Unis und pädagogischen Hochschulen außerdem Bonuspunkte im Auswahlverfahren der Hochschulen bringt und auf einen Platz in der Wartezeitquote zu spekulieren. So hat die Uni Würzburg z.B. im Lehramt für Sonderpädagogik / Schwerpunkt Lernbehindertenpädagogik in der Wartezeitquote zum Wintersemester alle Bewerber zugelassen, die 4 Wartesemester vorweisen konnten. Im Schwerpunkt Pädagogik bei Verhaltensstörungen konnten in Würzburg sogar alle Bewerber (unabhängig von Note und Wartezeit) zugelassen werden. Vgl.:
    http://www.studienangelegenheiten.uni-wuerzburg.de/fileadmin/32020000/Ref_2.2_-_SG_1/Auswahlgrenzen/Auswahlgrenzen_20162.pdf

    Eine Studienplatzklage können Sie außerdem in Erwägung ziehen. Gut zusammengefasste Infos zu Kosten und Erfolgsaussichten gibt es auf den Seiten der Rechtsanwaltskanzlei Birnbaum unter http://studienplatzklage.de und auf den Seiten der Kanzlei Meisterernst, Düsing, Manstetten unter http://www.numerus-clausus.info. Unserer Kenntnis nach sind Studienplatzklagen in nicht bundesweit beschränkten Studiengängen (i.e. Medizin) immernoch recht aussichtsreich.

    Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen und wünsche viel Erfolg bei Ihrem Weg ins Studium!
    Beste Grüße,

    Petra Ruthven-Murray
    planZ Studienberatung

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