Logopädie


2e1ax_simplistic_entry_Logopdie„So, Mara, das Gummibärchen hat die Waschanlage nun wunderbar durchlaufen. Deine Zungenspitze hat es ganz sauber gemacht. Jetzt darfst du es aufessen“, lacht der Logopäde. „Wir haben noch ein bisschen Zeit, wollen wir Lotti Karotti spielen?“ Mara ist begeistert: „Oh ja, dann werde ich wieder Tarottentönich!“ – „Oder vielleicht werde ich diesmal Karottenkönig. Lass es uns herausfinden.“

So oder ähnlich kann eine Therapiesituation beim Logopäden aussehen. Spielerisch wird der Therapeut mit dem Kind die richtige Sprechweise erarbeiten und dabei ganz individuell auf die Bedürfnisse des kleinen Patienten eingehen. Auch Erwachsene können Logopäden in Anspruch nehmen, wenn sie beispielsweise nach einem Unfall oder Schlaganfall das Sprechen wieder neu erlernen müssen. Hier wird dann natürlich ein ernsthafterer Ansatz verfolgt.

Um Logopäde zu werden, ist ein Studium erforderlich. Dieses Studium bietet eine umfassende akademische Ausbildung im Berufsfeld der Sprachtherapie, denn es vereint verschiedene Disziplinen wie der Medizin, Sprachforschung und Heilpädagogik. Nach dem Studium ist man in der Lage, auf ärztliche Verordnung hin eigenständig Patienten mit Sprech-, Stimm- oder Sprachstörungen zu beraten und zu behandeln, denn man erwirbt neben den Kenntnissen über diese Störungen auch die therapeutischen Kompetenzen zur Behandlung dieser Störungen. Darüber hinaus werden die rechtlichen und sozialpolitischen Grundlagen des Berufs vermittelt.

Man kann sich im Studium auf bestimmte Störungsbilder oder Zielgruppen spezialisieren. Die Hochschulen, die ein Logopädie-Studium anbieten, können ebenfalls unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Staatliche Hochschulen, an denen man Logopädie studieren kann, sind z. B. die FAU in Erlangen oder die Hochschule für Gesundheit in Bochum.

Das Studium dauert sechs bis acht Semester und schließt mit einem Examen bestehend aus schriftlicher, mündlicher und praktischer Prüfung ab. Danach wird in weiteren ein bis zwei Semestern die Bachelorarbeit verfasst. Mit dem erfolgreichen Abschluss darf die Berufsbezeichnung Logopäde oder Logopädin geführt werden und man hat den Bachelor of Arts oder den Bachelor of Science erworben.

Nach dem Studium arbeiten Logopäden in Praxen und Kliniken, in Einrichtungen des Gesundheitswesens, in pädagogischen Einrichtungen, an Berufsfachschulen und Hochschulen oder in einer eigenen Praxis oder Beratungsfirma.

Viele weitere Informationen sind hier zu finden: http://www.logo-ausbildung.de/

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