Google, sag mir: „Was soll ich studieren?“


Reger Andrang bei Messen zur Studienwahl / Infotag Medizin / Berlin 2015

Reger Andrang bei Messen zur Studienwahl / Infotag Medizin / Berlin 2015

„Was soll ich studieren?“ ist bei google eine der häufigsten Suchanfragen. Nun, google weiß viel – ist aber wirklich kein guter Studienberater. Natürlich erwarten die Menschen mit der Sucheingabe nicht wirklich, dass google ihnen sagt, was sie studieren sollen. Wahrscheinlich ist es ein Akt der Verzweiflung, ein Greifen nach dem Strohhalm endlich etwas Hilfe bei der Studienorientierung zu bekommen. Dabei gibt es Hilfestellung en masse.

Wir möchten hier mal eine kleine Übersicht geben, wo es Hilfe gibt:

Internetdatenbanken und Onlinetests: Die findet man wahrscheinlich, wenn man google fragt, was man wohl studieren sollte. Onlinetests sind im Grunde gut. Allerdings müssen die Ergebnisse oftmals interpretiert und erklärt werden. Das sollten Leute machen, die Ahnung von Studienberatung haben. Auch Internetdatenbanken sind häufig unübersichtlich und keine gute Hilfestellung. Hier findet sich zwar nahezu jede erdenkliche Information zu jedem Studiengang – doch wer nicht weiß, was er sucht findet hier auch nichts. Eine sehr gute Lösung bietet die Seite hochschulkompass.de. Hier kann ein Interessentest gemacht werden. Die Ergebnisse werden dann in die Suche nach Studiengängen mit einbezogen. Es wird bei jedem Studiengang angezeigt, wie gut dieser zum Interessenprofil passt. Die Datenbank ist sehr vollständig und korrekt.

http://www.hochschulkompass.de/

Allgemeine Studienberatung an den Hochschulen: Diese Beratungsstellen finden sich bei jeder Hochschule und Universität. Hier können Berater sehr gut über das Studienprogramm der jeweiligen Hochschule informieren. Die allgemeinen Studienberatungen richten sich an Studierende und Studierwillige, die Fragen zum Studienangebot der jeweiligen Hochschule haben.

Studienberatung des Fachbereiches an den Hochschulen: Hier geht es ins Detail. Wer ganz spezifische Fragen zu einem Studiengang hat ist hier an der der richtigen Stelle. Auch die Frage, ob die Studiengänge des Fachbereiches zu jemanden passen kann hier beantwortet werden.

Psychologische Beratung an den Universitäten: Bei vielen setzt die Ratlosigkeit bereits in der grundlegenden Orientierung ein. Bei den psychologischen Beratungsstellen der Universitäten können speziell geschulte Berater mit Tests und Orientierungsgesprächen helfen, eine passende Studienrichtung zu finden. Es ist wichtig hier frühzeitig einen Termin zu vereinbaren, da die Angebote dieser Beratungsstellen stark nachgefragt werden. Die psychologischen Beratungsstellen sind vorwiegend ein Angebot der Universitäten und teilweise mit einem kleinen Kostenbeitrag verbunden.

Hochschulteams der Bundesagentur für Arbeit: Die Bundesagentur hat wohl das umfassendste Angebot in der Berufs- und Studienberatung. Ein Gang zum nächsten Hochschulteam lohnt sich in jedem Fall. Auch wenn man oftmals negative Geschichten über die Bundesagentur hört – wir kennen viele sehr kompetente und gute Berater dort. Und hier findet der angehende Student alles was er benötigt: Von der psychologischen Beratung zur Orientierung bis hin zu Informationen zu Studiengängen, Bewerbungsverfahren etc.

https://www.arbeitsagentur.de/

Berufsorientierungsmessen: Es gibt tatsächlich richtige Messen zur Berufsorientierung. Hier stellen sich viele Hochschulen vor und präsentieren ihre Studiengänge. Im Gespräch mit den Studierenden an den Hochschulständen bekommt der künftige Kommilitone viele Insiderinformationen. Es gibt verschiedene Messen über ganz Deutschland verstreut. Wer einen Messebesuch plant, sollte sich gut vorbereiten und gezielt Informationen suchen. Sonst kann die Vielfalt schnell überfordern. Leider bekommt der Messebesucher im Regelfall keine persönliche Beratung auf der Berufsorientierungsmesse.

Tage der offenen Tür: Die meisten Hochschulen bieten einen Tag der offenen Tür an. Hier kann Uniluft geschnuppert werden. Und es gibt viele Infos zu der Hochschule und deren Studienangebot. Wer eine Hochschule von innen sehen möchte, muss aber nicht unbedingt warten bis ein Tag der offenen Tür angeboten ist. Es ist kein Problem, der nächstgelegenen Hochschule einen Besuch abzustatten. Hier kann man sich mal die Bibliothek ansehen, in eine Vorlesung hineinsetzen, in der Mensa essen gehen und dort Studenten zu ihrem Fach befragen. Erfordert auch gar nicht so viel Mut, weil die meisten Studierenden ziemlich freundlich sind.

Private Studienberatungen: Es gibt viele Menschen, denen die obigen Angebote aus den unterschiedlichsten Gründen nicht viel weiterhelfen. Spätestens dann wird es Zeit für die Profis. Eine gute private Studienberatung nimmt sich viel Zeit um die Beratung sehr individuell und persönlich so zu gestalten, dass am Ende des Prozesses der passende Studiengang steht. Es gibt aber auch einen Nachteil: die privaten Studienberatung verlangen ein Honorar. Dies erscheint auf den ersten Blick recht hoch. Wenn man jedoch mal den Einsatz ansieht, der hier gebracht wird und sich dazu überlegt, welche Sicherheit jemand gewinnen kann, ist eine private Beratung oftmals eine sehr gute Investition.

http://planz-studienberatung.de/

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