FAQ – Antworten | Fragen zum Studium


Frequenlty Asked Questions – Und Antworten rund ums Studium!

Hier haben wir für Sie die wesentlichen Antworten zu häufigen Fragen zum Studium zusammengetragen:

| A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | R | S | T | U | V | W | Z |

A

  • AIESEC (Association Internationale des Etudiants en Science Economique et Commerciale). Internationale Austauschorganisation für Studenten, die an wirtschaftlichen Fragen interessiert sind und ein Praktikum im Ausland absolvieren möchten. Sie ist auch als Beraterin bei der UNESCO und den Vereinten Nationen tätig. AIESEC vermittelt im Rahmen eines internationalen Praktikantenaustausch-programms Praktika in ihren 80 Mitgliedslän-dern.
  • Akademisches Auslandsamt gibt es an jeder Hochschule; Anlaufstelle für ausländische Studierende in Deutschland aber auch für deutsche Studenten, die im Ausland ein Praktikum absolvieren oder studieren möchten.
  • Akkreditierung. Die Akkreditierung von Studiengängen ist Teil der Qualitätssicherung für Bachelor- und Masterstudiengänge. Wesentliches Ziel der Akkreditierung ist eine europaweite Vergleichbarkeit von Studiengängen und damit eine hohe Transparenz für Hochschulen, Studierende und Arbeitgeber zu schaffen. Die Akkreditierung von Studiengängen wird von Akkreditierungsagenturen durchgeführt. Eine erfolgte Akkreditierung bedeutet, dass der Studiengang den modernen Ansprüchen der europäischen Hochschullandschaft entspricht. Diese Erkenntnis kann aber nicht umgekehrt werden. Ein Studiengang, der nicht akkreditiert ist, ist nicht zwangsläufig schlecht. Die Akkreditierung ist vor allem für private Hochschulen ein gutes Mittel die Qualität der Studienangebote nachzuweisen. Für große Universitäten ist die Akkreditierung ein sehr umfangreiches Projekt, das mit immensen Kosten und Aufwand verbunden ist. Deswegen kommt es durchaus vor, dass an sehr renommierten Universitäten keine akkreditierten Studiengänge zu finden sind.
  • Allgemeiner Studierenden Ausschuss ASTA. Selbstverwaltetes hochschulpolitisches Organ der studentischen Mitbestimmung, das jedes Jahr vom Studentenparlament neu gewählt wird. Aufgabe des AStA ist es, die Interessen der Studierenden an einer Hochschule zu vertreten und die Studierenden zu beraten bei der Wohnungs-suche, dem Studienplatztausch und dem Studienfachwechsel. In Baden-Württemberg und Bayern ist der AStA nur für die musischen, sportlichen und geistigen Be-lange der Studierenden zuständig. In Baden-Württemberg erfüllt die Fachschaftskonferenz (FSK) die hochschulpolitischen Aufgaben, in Bayern der Studentische Konvent.
  • Assistent. Wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Professors: Die von der Universität bezahlten Assistenten-Stellen werden meistens durch Doktoranden/Habilitanden besetzt und sind der erste Schritt auf dem Weg zur eigenen Professur.
  • Audimax. Kurzform für Auditorium Maximum (lat.: größte Zuhörerschaft). Größter Hörsaal einer Hochschule in dem neben Vorlesungen auch Fest- oder sonstige Großveranstaltungen stattfinden.

B

  • Bachelor. Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Bachelor of Engineering oder Bachelor of Law. Ursprünglich angelsächsischer Studi-enabschluss nach sechs bis sieben Semes-tern. Das Bachelor-Studium vermittelt ein breites wissenschaftliches Grundwissen. Nach dem Abschluss können die Studierenden entweder ins Berufsleben einsteigen oder in einem Aufbaustudiengang einen Master- oder Diplomabschluss erwerben.
  • BAföG. Darlehen nach dem Bundesausbil-dungsförderungsgesetz – finanzielle staatliche Unterstützung für Studierende. Der Anspruch auf das unverzinsliche Darlehen richtet sich nach dem eigenen Einkommen sowie dem der Eltern oder des Ehepartners. BAföG wird nur innerhalb der Regelstudienzeit gezahlt. In Deutschland bekommt jeder fünfte Studierende BAföG.
  • Bologna-Prozess. Als Bologna-Prozess wird die Umsetzung einer am 19. Juni 1999 von 29 Staats- und Regierungschefs in Bologna unterzeichneten Erklärung beschrieben, die auf die Harmonisierung und Internati-onalisierung des europäischen Hochschulraumes zielt. Die Hauptziele des Bologna-Prozesses umfassen vor allem folgende Schwerpunkte: die Schaffung eines Systems leicht verständlicher und international vergleichbarer Abschlüsse, die Schaffung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen (Bachelor und Master), die Einführung des ECTS (European Credit Transfer System), die Förderung der europäischen Dimension in der Hochschulausbildung.

C

  • Cum tempore c.t. Lateinischer Ursprung: “mit Zeit”, wird abgekürzt als “c.t.” – hinter der Uhrzeit einer Veranstaltung angegeben. 10 Uhr c.t. bedeutet, dass die Veranstaltung 15 Minuten nach der angegebenen Zeit beginnt. D.h. wenn eine Vorlesung für 10 c.t. angesetzt ist, beginnt sie erst um 10.15 Uhr. Anders verhält es sich bei 10 Uhr sine tempore (s.t.). Eine Veranstaltung, die so angekündigt ist, beginnt genau zur ange-gebenen Zeit, also um Punkt 10 Uhr.
  • Curriculum. Lehrplan – organisatorische und inhaltliche Vorgaben für ein Studienfach.

D

  • DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst). Gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen mit dem Zweck, den internationalen akademischen Austausch zu fördern.
  • Dekan. Leiter einer Fakultät. Der Dekan vertritt die Interessen der Fakultät und kümmert sich um die personelle Besetzung der einzelnen Lehrstühle. Darüber hinaus regelt er den Ablauf des Examens und bewilligt in Einzelfällen ungewöhnliche Kombinationen von Studienfächern.
  • Dekanat. Fakultätsverwaltung, Amt des De-kans. Bei einem Studienortwechsel werden dort z.B. die bereits an einer anderen Universität erworbenen Scheine und eventuelle Teilabschlüsse anerkannt.
  • Dies academicus. Tag der offenen Tür an einer Universität. Interessierte können sich über die Fächerangebote an der Universität informieren. Studierende haben an diesem Tag in der Regel keine Veranstaltungen.
  • Diplom. Bezeichnung für einen Studienabschluss. Mit einem Diplom wurden vor der Modularisierung der Studiengänge die meisten mathematischen, natur- und wirtschaftswissenschaftlichen sowie einige sozialwissenschaftliche Fächer abgeschlossen. Das Diplom entspricht in etwa den heute gültigen Masterabschlüssen.
  • Dissertation kurz “Diss” genannt. Lateinischer Ursprung: “Erörterung”. Die Dissertation ist eine wissenschaftliche Forschungsarbeit, die nach dem Hoch-schulabschluss zur Erlangung des Doktortitels anfertigt wird (Promotion).
  • Doktorand. Studierender, der an seiner Dissertation arbeitet (promoviert).
  • Doktorvater / Doktormutter. Der/Die den/die Doktorand/in betreuende Professor/in.
  • Dozent. Lehrbeauftragter. Dozenten können auch Personen aus dem öffentlichen Leben sein, die den Studierenden in ihren Seminaren nicht nur ihre wissenschaftlichen, sondern auch ihre beruflichen Fähigkeiten vermitteln.

E

  • ECTS European Credit Transfer System. Das ECTS soll die akademische Anerkennung im Ausland erbrachter Studienleistungen erleich-tern. Dabei wird jeder Lehrveranstaltung – in den Bachelor- und Masterstudiengängen jedem Modul – eine bestimmte Zahl von Punkten, “credit points”, zugeordnet. Sie sind Ausdruck des mit dem Besuch des Kurses verbundenen Arbeitsaufwands. Diese credit points werden dem Studenten für sein Studium “gutgeschrieben”, wenn er die Lehrveranstaltung oder das Modul erfolgreich absolviert.
  • Einschreibegebühr. Siehe auch Semesterbeitrag. Die jedes Semester anfallenden Gebühren sind von den Studierenden für die Universitätsverwaltung, das Studentenwerk, und den AStA zu entrichten. Je nach Hochschule kann ein Abonnement für den öffentlichen Nahverkehr (Semesterticket) mit eingeschlossen sein.
  • Erasmus-Programm. Das Erasmus-Programm ist ein EU-Programm zur Förderung der Zusammenarbeit von Hochschulen sowie der Mobilität von Studierenden und Dozierenden. Es ist Teil des Sokrates-Programms. Zentraler Bestandteil sind die Anerkennung von Studienleistungen im Ausland anhand des European Credit Transfer Systems (ECTS) und die finanzielle Unterstützung von Austauschstudenten.
  • Exmatrikulation. Abmeldung von der Hochschule.

F

  • Fachbereich. Fachrichtung innerhalb einer Fakultät. Die Philosophische Fakultät beher-bergt z.B. die Fachbereiche Germanistik, Romanistik, Geschichte, Philosophie, etc.
  • Fachschaft. Interessenvertretung der Studenten eines Studiengangs gegenüber den Lehrbeauftragten. Fachschaften verfügen über Insider-Informationen und können  Studienanfängern viele Tipps zum Ablauf des Studiums geben.
  • Fakultät. Abteilung einer Universität, die mehrere zusammengehörige Fachbereiche vereint. Z.B. juristische Fakultät, naturwissenschaftliche Fakultät, philosophische Fakultät.
  • FH. Abkürzung für Fachhochschule.

G

  • Giro-Vend. Bargeldloses Zahlungssystem für die Mensa. An vielen Hochschulen kann in der Mensa mit Plastikkarten bezahlt werden, die vorher mit Geld geladen werden. Die entsprechenden Geräte stehen in der Regel am Eingang der Mensa. Die Karten können wieder aufgewertet und auch zurückgegeben werden.
  • Graduierte. Bezeichnung für Doktoranden, die durch ein spezielles Stipendium ihres Bundeslandes unterstützt werden.
  • Grundstudium. Der erste Teil eines Studiums. Welche Klausuren und Hausarbeiten geschrieben und welche  Prüfungen im Grundstudium absolviert werden müssen, steht in der Prüfungsordnung des Studienfaches. Die Prüfungsordnung deines Faches ist spätestens zu Studienbeginn Pflichtlektüre für dich!

H

  • Habilitation. Habilitation – wissenschaftliches Qualifikationsverfahren zum Nachweis der Befähigung, ein wissenschaftliches Fach in Forschung und Lehre selbstständig zu vertreten. Voraussetzung ist in der Regel die Promotion.
  • Handapparat. Materialsammlung zu einem Seminar. Enthält Standardwerke, Referate und weitere Unterlagen, die an zentraler Stelle (zum Beispiel in den Bibliotheken) zur seminarbegleitenden Arbeit und Seminarvorbereitung bereit stehen.
  • Handout. Von den Studierenden erstelltes Infomaterial, das begleitend zu einem Referat ausgeteilt wird. Das Handout enthält Literaturhinweise oder Artikel, die das Thema des Referates behandeln. Es bietet keine Zusammenfassung des Referats.
  • Hauptseminar. Lehrveranstaltung im Hauptstudium. Voraussetzung zum Besuch eines Hauptseminars ist die Zwischenprüfung, das Vordiplom oder eine Bescheinigung, dass man das Grundstudium absolviert hat.
  • Hausarbeit. Schriftliche Ausarbeitung zu einem abgesprochenen Thema. Länge und Fragestellung bestimmt der Dozent. In der Regel haben Hausarbeiten im Bachelorstudium einen Umfang zwischen 10 und 15 Seiten, im Masterstudium können sie bis zu 25 oder 30 Seiten lang sein.
  • Hilfswissenschaftler (HiWi). Studentische Hilfskraft, die einem Dozenten zuarbeitet. Die Art der Arbeiten, die dabei erbracht werden, reichen von einfachen Hilfeleistungen wie Suche und Beschaffung von Literatur in der Bibliothek über die Recherche von Themen bis hin zum Mitwirken an Artikeln oder wissenschaftlichen Beiträgen. Hilfswissenschaftler arbeiten auch als studentische Hilfskräfte in Fachbibliotheken.
  • Hochschulrektorenkonferenz. Vertretung aller deutschen Hochschulen. Die HRK befasst sich mit allem, was die Hochschulen betrifft und formuliert die Hochschulpolitik. Darüber hinaus verabschiedet die HRK Rahmenprüfungsordnungen.
  • Hörsaal. Raum, in dem Vorlesungen abgehalten werden.

I

  • International Student Identity Card ISIC. Internationaler Studentenausweis; ausgestellt durch AStA oder Studentenwerk. Bei der Beantragung müssen normalerweise vorgelegt werden: der gültige Studentenausweis, ein aktuelles Passfoto und circa 10 Euro. Er gilt von Januar bis Dezember und verschafft dem Studierenden auch im Ausland manchmal ermäßigte Eintrittsgelder.
  • Internationales Baccalaureate. Das IB ist das internationale Abitur, welches von der Schweizer Organisation International Baccalaureate Organisation vergeben wird. Für die Anerkennung des IB als Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland sind bestimmte Vorgaben zu erfüllen. Wer diese Vorgaben nicht erfüllt, kann die Hochschulzugangsberechtigung durch den Besuch eines Studienkollegs erhalten.
  • Immatrikulation. Einschreibung an einer Hochschule.

K

  • Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis kurz KVV. Auflistung sämtlicher Veranstaltungsangebote eines einzelnen Faches. Das KVV ergänzt das allgemeine Vorlesungsverzeichnis einer Hochschule. Es stellt detailliert dar, welche Themen in einer Veranstaltung behandelt werden. Die An-meldefristen zu den Seminaren sind angegeben, ebenso die Adressen und Sprechzeiten der Dozenten.
  • Kommilitone oder Kommilitonin: Mitstudent/in an der Hochschule.
  • Kultusministerkonferenz KMK. Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik. In Zusammenarbeit mit der Hochschulrektorenkonferenz und den Wissen-schaftsorganisationen werden länderübergreifende Vereinbarungen in Bezug auf die Hochschulstruktur und deren Entwicklung getroffen. Die Kultusministerkonferenz befindet über die Einführung von neuen Studiengängen und Abschlüssen sowie über Genehmigungen zur Führung im Ausland erworbener Grade.

L

  • Latinum. Nachweis über Lateinkenntnisse; Voraussetzung für das Studium bestimmter Fächer. Wer in der Schule kein Latinum gemacht hat, kann das Latinum in den ersten Semestern nachholen.
  • Lehramt. Lehramtsstudiengänge qualifizieren für den Lehrberuf. Die Prüfungsordnungen werden von den Bundesländern festgelegt. In den meisten Bundesländern muss zunächst ein lehramtsbezogener Bachelor gemacht werden und anschließend ein lehramtsbezogenes Masterstudium. In Baden-Württemberg und Bayern wird das Lehramtsstudium wie früher in einem sozusagen zusammenhängendem Studium, das mit dem Staatsexamen abschließt, absooviert Nach dem wissenschaftlichen Hochschulstudium muss ein Vorbereitungsdienst im Schuldienst geleistet werden.
  • Lehrbeauftragte. Dozenten und Professoren einer Hochschule.

M

  • Magister Artium. Vor der Bolognareform geläufiger Studienabschluss geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer. Für das Magister-Studium sind bestimmte Fächerkombinationen vorgeschrieben. Dabei kann das Hauptfach entweder mit einem zweiten Hauptfach oder mit 2 Nebenfächern kombiniert werden. Der Magister Artium ist formal dem Master of Arts gleichgesetzt.
  • Master. Studienabschluss, der auf dem Bachelor-Studium aufbaut.
  • Matrikelnummer. Persönliche Kennzahl jedes Studierenden.
  • Mensa. Kantine einer Hochschule. Das Essen wird vom Studentenwerk bezuschusst und ist deshalb preiswert. In der Regel gibt es mindestens ein vegetarisches Gericht. Einen Wettbewerb zur besten Mensa Deutschlands lobt jedes Jahr das Studentenmagazin Unicum aus unter www.mensadesjahres.de
  • Modul. Die Lehrveranstaltungen der Bachelor- und Masterstudiengänge sind modularisiert, d.h. zu thematisch zusammenhängenden Veranstaltungsblöcken (Modulen) zusammengefasst, für die jeweils eine Gesamtnote vergeben wird. Jedes Modul wird entsprechend dem mit der Teilnahme verbundenen Aufwand mit Credit Points gewichtet. Es gibt Pflichtmodule und Wahlmodule.
  • Multiple Choice. Schriftliche Prüfung, bei der aus verschiedenen angebotenen Antworten die richtige angekreuzt werden muss. Vor allem in der Medizin ein weit verbreitetes Prüfungsverfahren.

N

  • Nomen Nominandum N.N. Lateinischer Ursprung: “Name ist noch zu nennen”. Steht oftmals hinter der Ankündigung einer universitären Veranstaltung, wenn der Lehrbeauftragte dafür noch nicht feststeht.
  • Numerus Clausus NC. Lateinischer Ursprung: “begrenzte Anzahl”. Der NC gilt bei zulassungsbeschränkten Studiengängen, in denen es mehr Bewerbungen als Studienplätze gibt. Man unterscheidet zwischen uniinternem NC, der nur für die jeweilige Hochschule und das Fach gilt und zentralem NC, der bundesweit für einige Fächer von der Stiftung für Hochschulzulassung (kurz: hochschulstart) ausgeschrieben wird. Der NC ändert sich jedes Semester.

O

  • Oberseminar OS. Veranstaltung für Examenskandidaten und Doktoranden, wo wissenschaftlichen Arbeiten der Teilnehmenden vorgestellt und diskutiert werden.
  • OPAC – Online Public Access Catalogue: System zur Online-Buchrecherche in der Unibibliothek.

P

  • Promotion. Verfassen einer Dissertation und Ablegen einer mündlichen Prüfung mit dem Ziel, einen Doktortitel zu erwerben (zu promovieren).
  • Propädeutikum. Lehrveranstaltung – meistens im ersten Semester des Studiums -, in der Basiswissen zur Methodik des Studienfaches vermittelt wird.
  • Proseminar. Lehrveranstaltung im Grundstudium, in der Studenten unter Anleitung eines Dozenten die Fachinhalte erarbeiten.

R

  • Referat. Mündlicher Vortrag von Studierenden über ein abgesprochenes Thema während eines Seminars. Dauer und Umfang des Referats werden von den jeweiligen Lehrbeauftragten festgelegt.
  • Regelstudienzeit. Zeitspanne, in der das Studium abgeschlossen werden soll. Festgelegt ist die Regelstudienzeit in der Prüfungs- und Studienordnung. Oft ist allerdings die reale Studiendauer länger als die Regelstudienzeit, da nicht immer der vorgegebene Zeitrahmen eingehalten werden kann, z.B. wenn Studierende neben dem Studium jobben müssen oder -was durchaus auch mal der Fall sein kann – eine Prüfung nicht bestehen und erst im kommenden Semester wiederholen können.
  • Rückmeldung. Mitteilung an die Universitätsverwaltung am Ende eines Semesters, dass das Studium auch im kommenden Semester fortgesetzt wird. Die Rückmeldung erfolgt durch Überweisung des Semesterbeitrags. Im Gegenzug erhalten die Studierenden den für das nächste Semester gültigen Studentenausweis.

S

  • Schein. Bescheinigung für eine erbrachte und als ausreichend bewertete Leistung. Einen Teilnahmeschein (Sitzschein/Hörerschein) erhält man für die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung, einen Leistungsschein z.B. für das Halten eines Referates oder das Schreiben einer Klausur/Hausarbeit.
  • Semester. Akademisches Halbjahr. In Deutschland ist das Jahr in ein Wintersemester (WS) von Oktober bis März und ein Sommersemester (SS) von April bis September aufgeteilt.
  • Semesterbeitrag. Siehe auch Einschreibungsgebühr. Die jedes Semester anfallenden Gebühren sind von den Studierenden für die Universitätsverwaltung, das Studentenwerk, und den AStA zu entrichten. Je nach Hochschule kann ein Abonnement für den öffentlichen Nahverkehr (Semesterticket) mit eingeschlossen sein.
  • Semesterticket. Fahrausweis für den öffentlichen Nahverkehr, der ein Semester lang gültig ist. Meist ist der Studentenausweis gleichzeitig auch das Semesterticket. Die Gebühren sind dann im Semesterbeitrag enthalten.
  • Semesterwochenstunde – SWS. Dauer einer Veranstaltung an der Hochschule: Eine Semesterwochenstunde beträgt 45 Minuten. Eine 1,5-stündige Vorlesung deckt also 2 SWS ab.
  • Seminar hat zwei Bedeutungen: 1. Veranstaltung eines Dozenten oder Professors. 2. Räumlichkeiten eines Fachbereichs mitsamt der dazugehörigen Fachbibliothek. Dort haben oft auch die Dozenten/Professoren ihre Büros, in denen sie sich vorbereiten und Sprechstunden für die Studierenden abhalten.
  • sine tempore s.t. Lateinischer Ursprung, heißt übersetzt “ohne Zeit” und steht oft hinter der Uhrzeit einer Veranstaltung. 10 Uhr s.t. heißt, dass die Veranstaltung genau zur angegebenen Zeit beginnt, d.h. um Punkt 10 Uhr und nicht wie bei 10 Uhr c.t. (cum tempore) um 10.15 Uhr.
  • Skript. Manuskript einer Vorlesung; sehr hilfreich zur Vorbereitung einer Klausur. Kann man entweder selbst erstellen – sich von der Website des entsprechenden Dozenten runterladen – oder nach guter alter Manie im aus dem Handapparat kopieren.
  • Sokrates. Sokrates ist ein EU-Aktionsprogramm zur Förderung der transnationalen Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Das Programm richtet sich an alle Einrichtungen im Bereich des Bildungswesens von der Vorschule bis zur Erwachsenenbildung.
  • Sozialbeitrag. In den Rückmeldungs- bzw. Einschreibungsgebühren enthaltener Beitrag, mit dem das Studentenwerk nicht staatlich finanzierte Dienstleistungen bezahlt (z.B. Kindertagesstätten, psychotherapeutische Beratungsstellen). Auch die studentische Selbstverwaltung wird zum Teil damit finanziert. Die Höhe der Sozialbeiträge ist in jedem Bundesland und an jeder Hochschule unterschiedlich.
  • Staatsexamen. Studienabschluss, den z.B. Juristen, Mediziner und Lehrer nach Erbringung der geforderten Leistungen erhalten. Prüfung und Prüfungsinhalte werden von staatlicher Stelle organisiert.
  • Studentenparlament StuPa. Beschlussfassendes Organ der Studierenden einer Hochschule. Das Studentenparlament wird jährlich von allen Studierenden gewählt. Seine Aufgaben sind die jährliche Wahl der Mitglieder des AStA oder eines vergleichbaren Organs, die Verabschiedung des AStA-Haushaltes sowie dessen Kontrolle.
  • Studentenverbindung. Burschenschaft, Landsmannschaft oder Corps; Je nach Verbindungsart wird die Aufnahme in eine Studentenverbindung an bestimmte Bedingungen geknüpft. Burschenschaften nehmen z.B. zumeist nur männliche Mitglieder auf. Diese können dann auch im Haus der Studentenverbindung während ihres Studiums ein Zimmer beziehen. Oft finden gemeinsame Veranstaltungen statt, um die Zugehörigkeit zur Verbindung zu stärken, in manchen Burschenschaften wird um die Ehre gefochten und viele halten das “Lebensbundprinzip” sehr hoch, d.h. dass sich die Mitglieder einer Studentenverbindung dieser ein Leben lang zugehörig fühlen.
  • Studentenwerk. Verwaltungseinrichtung einer Hochschule, die für den Betrieb von Mensen und Cafeterien im Hochschulbereich zuständig ist, die Vergabe von Wohnheimplätzen regelt sowie die eigenen Studentenwohnheime bewirtschaftet. Darüber hinaus bietet das Studentenwerk psycho-soziale Beratungen an.
  • Studien- und Prüfungsordnung StuPo. Amtliches Mitteilungsblatt mit den Vorschriften für den Ablauf des Studiums eines bestimmten Studienfaches. Bitte lies die Studien- und Prüfungsordnung deines Faches durch, bevor du dich immatrikulierst.
  • Studium generale. Unter Studium generale versteht man alle nicht-obligatorischen, öffentlichen Lehrveranstaltungen einer Universität. Im Sinne des humanistischen Bildungserbes verkörpern sie also den Allgemeinbildungsauftrag der Universitäten. Außerdem bezeichnet der Begriff Studienphasen, in denen Studenten Veranstaltungen besuchen, die nicht zu ihrem Fach gehören, um interdisziplinär und vernetzt denken zu lernen und das wissenschaftlich Arbeiten an der Universität zu fördern.

T

  • Teilnahmeschein. Sitzschein/Hörerschein: bescheinigt die Teilnahme an einem Seminar oder an einer Vorlesung.
  • Thesenpapier. Sschriftliche Zusammenfassung der Thesen eines Referats.
  • Tutorium. Veranstaltung begleitend zu einer Vorlesung oder einem Seminars, in der ein Tutor (Hilfswissenschaftler) die Inhalte der Vorlesung/des Seminars vertieft. Oft werden dort auch Klausuren vorbereitet.

U

  • Universitätsbibliothek UB. Zentrale Bibliothek einer Universität. Sie ist größer und allgemeiner gehalten als die einzelnen Fachbereichsbibliotheken.

V

  • Vordiplom. Abschluss des Grundstudiums einiger natur- und sozialwissenschaftlicher Fächer, die noch mit dem Diplom abgeschlossen werden.
  • Vorlesung. Vortrag eines Dozenten oder Professors an der Hochschule.
  • Vorlesungsverzeichnis VV. Auflistung aller Veranstaltungen der jeweiligen Hochschule, nach Fakultäten gegliedert. Die Kommentierten Vorlesungsverzeichnisse (KVV) der einzelnen Fächer oder Institute sind in der Regel aktueller und ausführlicher.

W

  • Wartesemester. Anzahl der vergangenen Hochschulsemester, die ein Studienbewerber nach Erhalt der Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abi) nicht an einer deutschen Hochschule als Studierender eingeschrieben war. Die Wartesemester werden durch die Hochschule automatisch bei einer Bewerbung berechnet und müssen nirgends beantragt werden.

Z

  • Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen ZVS. Verwaltungseinrichtung, die einheitlich und bundesweit die zulassungsbeschränkten Studienplätze bei Fächern mit N.C. in bestimmten Studiengängen vergibt. Die ZVS ist auch für Studierende aus EU-Ländern zuständig.
  • Zwischenprüfung. Abschluss des Grundstudiums einiger geisteswissenschaftlicher Fächer.
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